Quer durch die Alpen

Pässetour in den Alpen Vier Radler der TG Velo Sport haben eine Sechstages Pässetour in den Alpen unternommen. Diese stand unter dem Motto „Zurück zum Ursprung“. Das bedeutete: radeln ohne großen technischen Aufwand, ohne Begleitfahrzeug, ohne Quartiervorbestellung. Was bei dieser Tour benötigt wurde, musste der Radler selbst transportieren! Auf diese Art und Weise kamen ca. 10 kg Zusatzgepäck, verteilt auf Rucksack, Lenker- und Satteltasche zusammen. Zur Einstimmung auf die anvisierten Pässe wurde in Arzl bei Imst mit der Pillerhöhe (1558m), der Norbertshöhe(1478m) und dem Reschenpass (1507m) gestartet. Das 1. Quartier wurde in Burgeis bezogen, bevor am kommenden Tag der Umbrail (2505m) und die Abfahrt nach Bormio in Angriff genommen wurden. Der Passo di Foscagno (2291m), Passo d´Eira (2209m) und der Forcola di Livigno (2315m) folgten. Die sich dann anschließende 30 km lange herrliche Abfahrt über die Berninapassstraße brachte uns nach Tirano. Das Auf und Ab an diesem Tag summierte sich auf ca. 132 Fahr-km und 3360 hm. Am 3. Tag ging es über den Passo di Aprica (1200m) nach Edolo. Von hier ging es zu einem der Höhepunkte der Tour, dem Passo del Vivione (1828m). In traumhafter Landschaft, herrlichem Wetter und einem schmalen, verkehrsarmen Sträßchen wurden so schließlich auf 19 km Länge 1330 Höhenmeter überwunden, bis die Passhöhe erreicht wurde. Nach einer ausgiebigen Pause konnten wir die folgende, spektakuläre, 35 km lange Abfahrt so richtig genießen. Tagesdaten: 105 km, 2130 hm Der Auffahrt zum Passo di Croce Domini (1943m)  am 4. Tag, sollte wieder ein Highlight werden. Denn es mussten nach kurzem Warmfahren auf 20 km, 1533 Höhenmeter erkurbelt werden. Auch hier geschah das auf einer verkehrsarmen, ruhigen Straße, in herrlicher, fast unberührter Landschaft mit einer sich anschließenden atemberaubenden Abfahrt. Nach kurzen Zwischenanstiegen und dem Anstieg zum Passo d´Ampola (747m) wurde nach 116 Tageskilometern und 2260 Höhenmetern Torbole am Gardasee erreicht. Am  5. Und 6. Tag wurden nochmals 233 km und 2485 Höhenmeter erradelt. Die Strecke führte uns am Molvenosee vorbei zum Andalosattel (1042m) und über Kaltern, dem Reschenpass, der Norbertshöhe zum Start in Arzl, wobei aus zeitlichen Gründen zwischen Bozen und Mals der Zug benutzt wurde. Das Motto der Tour wurde voll und ganz erfüllt. Es hat sich auch gezeigt, dass nicht die allseits bekannten Pässe wie Umbrailpass oder Forcola di Livigno zum Höhepunkt der Tour wurden, sondern die unbekannteren Pässe, wie Passo di Vivione und Passo di Croce Domini. Hier wurden zwar nicht so große Höhen erreicht. Es mussten aber auch 1400 bis 1600 Höhenmeter, bei durchschnittlich 7 bis 8 % Steigung und Teilstücken von 10 bis 12 %, überwunden werden, da die Startpunkte auf ca. 400 m über Meereshöhe lagen. Welche Belastungen z.B. auf die Fahrräder einwirken können, zeigt ein während der Abfahrt heiß und kehlig gebremstes Carbon-Vorderrad, das zur Aufgabe der Tour zwang. Auf die Schnelle konnte kein Ersatz gefunden werden. Insgesamt wurden 675 unvergessliche km erradelt und 12160 erlebnisreiche Höhenmeter bei gutem bis ausgezeichnetem Wetter erklettert. Dettelbach, 05.09.2012 Winni                                      P.S. Im Album sind alle Bilder zu sehen